Ashwagandha – der indische Ginseng mit Pferdekraft

Ashwagandha – der indische Ginseng mit Pferdekraft

Leuchtend rote, den Kirschen ähnliche Früchte weisen auf einen der Namen der Ashwagandha-Pflanze hin: Winterkirsche. Ursprünglich aus Indien stammend, wird sie heute auch in Afrika, Vorder- und Südasien, China und Mauritius angebaut. Ihre botanische Bezeichnung lautet Withania somnifera. Weitere Namen der zur Familie der Nachtschattengwächse gehörenden Heilpflanze sind indischer Ginseng
oder Schlafbeere. Doch ist es die Bedeutung ihres Namens in Sanskrit, die auf die aufbauende und kräftigende Qualität der Pflanze hinweist: «Das, was den Geruch eines Pferdes hat», so die direkte Übersetzung aus der alt-indischen Sprache. Während die Ashwagandha im 16. Jahrhundert ihren Weg nach Europa fand und heutzutage auch im Westen immer mehr genutzt wird, kennt die ayurvedische Medizin die Wurzel seit über 3000 Jahren als stärkende und regenerierende Komponente in verschiedenen Heilmischungen.

Stärkende und regenerierende Pflanzenkraft

Die Ashwagandha gilt als sogenannte adaptogene Pflanze, als Pflanze also, die den menschlichen Organismus bei physischen und psychischen
Belastungen unterstützt. Zwar enthält die Wurzel der Ashwagandha
kaum Mineralien und Vitamine. Doch typisch für Nachtschattengewächse, liegt ihre Kraft in den sekundären Wirkstoffen. Diese spielen bei verschiedenen Stoffwechselprozessen eine wichtige Rolle. So entfaltet die stärkende und regenerierende Kraft der Ashwagandhawurzel ihre volle Unterstützung des Nervensystems. Bei Erschöpfung und Kräfteverfall kann die Pflanze stärken, bei emotionaler Instabilität ausgleichen und durch ihre entzündungshemmenden Eigenschaften das Immunsystem unterstützen. Ihr positiver Einfluss auf das vegetative Nervensystem kann bei Schlafstörungen, Anspannungs- und Angstzuständen helfen.

Die Wurzel der Ashwagandha wird als Tablette oder Kapsel verarbeitet oder kann als Pulver Getränken und Speisen beigefügt werden. Trotz ihrer vielseitigen Anwendungsmöglichkeiten: Falsch dosiert kann die Heilpflanze zu Durchfall, Erbrechen und Übelkeit führen. Schwangeren und stillenden Frauen wird die Einnahme von Ashwagandha nicht empfohlen.

Rezept

Die Ashwagandha-Milch hat einen stärkenden Einfluss auf Gedächtnis, Konzentration und Nerven und unterstützt einen erholsamen Schlaf.

Zutaten für eine Person:

Zubereitung:

Alle Zutaten bei kleiner Hitze einige Minuten köcheln.

Die Ashwagandha-Milch eignet sich warm als Früchstücksgetränk oder am Abend als Unterstützung für eine ruhige Nacht. Als leichte Alternative kannst du die Milch mit Wasser verdünnen.

Antje Nobis

Antje Nobis