Frühjahrsputz für die Organe

Frühjahrsputz für die Organe

Der Frühling steht vor der Tür – und mit ihm der Frühjahrsputz. Doch hierbei sollte es nicht nur darum gehen, die eigenen vier Wände auf Hochglanz zu polieren. Gönnen Sie auch Ihrem Körper einen Frühjahrsputz und erleben Sie neue Frische und mehr Vitalität. «Detox» ist in aller Munde, Entgiften und Entschlacken der Frühjahrs-Trend. Doch was bedeutet das eigentlich und wie nützt solch ein Frühjahrsputz unserem Organismus?

Ungesunde Ernährung, zu wenig Flüssigkeitsaufnahme, häufiger Stress, Tabak- und Alkoholkonsum sowie regelmässige Einnahme von chemisch-synthetischen Medikamenten belasten unseren Organismus mit verschiedenen Giftstoffen. Diese wieder aus dem Körper zu leiten, wird heute gerne mit dem Mode-Begriff «Detox» bezeichnet. Dabei hat die Ausleitung von Giftstoffen eine lange Tradition: Bereits in der Antike und bei den alten Griechen erkannte man, dass eine regelmässige Entgiftung des Körpers Krankheiten zu verhindern vermag und neue Energie schenkt.

Im Zentrum jeder Entschlackungskur stehen unsere Entgiftungs- und Ausscheidungsorgane: das Lymphsystem, die Leber, die Nieren, die Lunge und die Haut sowie der Darm. Durch die Anregung dieser Organe wird der Stoffwechsel auf verschiedenen Ebenen aktiviert. Giftstoffe, die sich im Bindegewebe und in den Körperzellen angelagert haben, können gelöst und vom Körper wieder ausgeschieden werden. Belohnt wird man dann mit schöner Haut, mehr Energie und dem Verlust einiger überflüssiger Kilos. Also widmen Sie Ihren Ausscheidungsorganen regelmässig Aufmerksamkeit! Eine kleine Übersicht, was Leber, Niere und Co. so besonders macht.

Die Leber: unser Stoffwechselprofi

Die Leber ist eines der wichtigsten Stoffwechselorgane. Sie wandelt schädliche Substanzen im Organismus so um, dass der Körper diese wieder ausscheiden kann. Neben der Entgiftung ist die Leber an vielen weiteren Vorgängen im Körper beteiligt. Sie speichert z.B. Mineralien, Eisen und Vitamin B12, reguliert die Zusammensetzung des Blutes, bildet Proteine und Cholesterin und nimmt Einfluss auf Hormone sowie den Blutzucker. Durch unsere moderne Lebensweise ist dieses wichtige Organ heute jedoch bei immer mehr Menschen überlastet. Also tun Sie Ihrer Leber mal wieder Gutes!

Die Nieren: unsere Filterspezialisten

Obwohl die Nieren sehr klein sind, nehmen sie im Körper eine grosse Rolle ein. Sie leiten Stoffwechselprodukte aus, sind an der Blutbildung beteiligt, regulieren den Säure-Base-Haushalt sowie den Blut- druck, aktivieren Vitamin D3 und sorgen für gesunde Knochen. In der chinesischen Medizin werden die Nieren gar als «Lebensbatterie» betrachtet. Doch dieser Akku kann je nach Lebensweise unterschiedlich schnell aufgebraucht sein. Und leider sind die Nieren – im Gegensatz zur Leber – nicht regenerationsfreudig. Ist ihnen ein Schaden entstanden, kann dieser kaum wieder behoben werden. Also pflegen Sie Ihren Lebensakku!

Das Lymphsystem: unser Transportunternehmen

Unser Lymphsystem besteht aus der Lymphflüssigkeit, den verzweigten Lymphgefässen, zwischengeschalteten Lymphknoten sowie lymphatischem Gewebe im Darm und in den Atemwegen. Auch Milz, Thymus und Mandeln werden dem Lymphsystem zugeordnet. Jeden Tag produziert der Körper circa zwei Liter Lymphflüssigkeit im Gewebe. Darin gelöst sind Substanzen wie Stoffwechselendprodukte und andere Fremdstoffe, etwa in den Organismus eingedrungene Erreger, aber auch Proteine und Fette. Zudem bildet das Lymphsystem Abwehrzellen, um Krankheitserreger zu beseitigen. Die Lymphe wird über die Lymphgefässe zu den Lymphknoten transportiert. Dort werden schädliche Stoffe aus der Lymphflüssigkeit gefiltert und zu den Ausscheidungsorganen geleitet. Die wichtigste Aufgabe unseres Lymphsystems besteht somit in seiner Transport- und Reinigungsfunktion.

Die Lunge: unser Sauerstofflieferant

Um das Lymphsystem bei seiner Aufgabe, störende Substanzen aus dem Körper zu transportieren, zu unter- stützen, ist unsere Atmung entscheidend, denn nehmen wir zu wenig Sauerstoff über die Lunge ins Blut auf, verkleben die Blutkörperchen, was wiederum das Lymphsystem blockiert. Versuchen Sie daher schon morgens nach dem Aufstehen, einige tiefe Atemzüge zu machen, am besten am geöffneten Fenster. Besonders gut ist auch Bewegung an der frischen Luft, damit Ihre Lunge ordentlich Sauerstoff tanken kann und das Lymphsystem in Schwung kommt.

Der Darm: unser Multitalent

Der menschliche Darm hat eine Länge von sieben bis acht Metern. Würde man ihn mit seinen zahllosen winzigen Falten und Zotten ausbreiten, käme eine Fläche von 300 bis 400 Quadratmetern zum Vorschein. Damit ist der Darm das Organ mit der grössten Kontaktfläche zu Umweltstoffen. Im Organismus spielt er nicht nur für die Verdauung und Resorption von Nährstoffen eine grosse Rolle, sondern ist auch für die Immunabwehr und das emotionale Wohlbefinden entscheidend, denn mehr als 70 Prozent unserer Abwehrzellen sitzen im Verdauungstrakt. Darüber hinaus beherbergt er 100 Millionen Nervenzellen und bildet so ein «zweites Gehirn», gerne als «Bauchhirn» bezeichnet. Auch tummeln sich Billionen Mikroorganismen im Darm. Die sogenannte Darmflora bringt
rund zwei Kilogramm auf die Waage und schützt uns vor Eindringlingen wie Keimen und Schadstoffen. Ist die Darmflora jedoch nicht gesund, können Keime, Giftstoffe und Stoffwechsel-Abfallprodukte nicht richtig ausgeschieden werden. Durch die richtige Ernährung und andere natürliche Hilfen lässt sich die Zusammensetzung der Darmflora jedoch positiv beeinflussen. Gerne beraten wir Sie dazu, wie Sie Ihren Darm fit machen.

Die Haut: unsere Schutzhülle

Rund zwei Quadratmeter Haut umhüllen einen Erwachsenen. Sie dient der Abgrenzung von Innen und Aussen, leitet Sinnenreize weiter, schützt uns vor Umwelteinflüssen und verhindert das Eindringen von Krankheitserregern. Auch übernimmt die Haut wichtige Stoffwechsel-Funktionen. Über die Schweiss- und Talgdrüsen scheiden wir Säuren und Stoffwechselprodukte aus. Damit die Haut ihrer Ausleitungsfunktion optimal nachkommen kann, ist es wichtig, viel Flüssigkeit aufzunehmen, sonst kann sie nicht genug Schweiss produzieren. «Ins Schwitzen kommen» ist für die Entgiftung also grundsätzlich gut, sei es durch Sport oder Saunabesuche. Darüber hinaus kurbeln trockene Bürstenmassagen die Entgiftung an, da sie die Durchblutung der Haut steigern und das Lymphsystem aktivieren. Giftstoffe und Schlacken lassen sich auch wunderbar mit basischen Bädern über die Haut ausleiten. Um Ihre Schutzhülle gesund zu erhalten, sollten Sie ausserdem nur Kosmetika nutzen, die frei von Substanzen wie Parabene, Mineralöle und Silikone sind.

Frühjahrsputz für die Organe – 6 Wochen Programm

Das Programm ist erhältlich in Ihrer Nature First Apotheke.

Julia Badum

Julia Badum

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