Kurkuma: Wunderwurzel oder einfach nur lecker?

Kurkuma: Wunderwurzel oder einfach nur lecker?

Kurkuma wird in Indien seit Jahrtausenden das «goldene Gewürz des Lebens» genannt und ist in der Küche nicht mehr wegzudenken. Doch dieses Wurzelgewächs ist viel mehr als nur ein Gewürz. Kurkuma kann bei vielerlei Beschwerden eingesetzt werden.

Kurkuma (Curcuma longa), auch Gelbwurz oder Gelber Ingwer genannt, gehört zur Familie der Ingwergewächse. Die Pflanze mit etwa 1 Meter langen, lilienartigen Blättern wächst vor allem in Indien, Indonesien, Thailand und China. Ihre Wurzel besteht vorwiegend aus Rhizomen (Wurzelsprossen), aus denen neue Pflanzen entstehen können. Sobald die Blätter verwelkt sind, wird der Wurzelstock geerntet, getrocknet und daraus das gelbe Kurkuma gewonnen. Die wirksame Substanz heisst Curcumin.

Verwendung in der ayurvedischen Medizin

In der ayurvedischen Medizin wie auch in der Volksmedizin des südostasiatischen Raums ist Gelbwurz schon seit Jahrtausenden ein bewährtes Heilmittel. Früher galt die Pflanze als heilig. Bis heute wird sie bei religiösen Zeremonien verwendet. Ihre Wirkung wird als «heiss» energiespendend und reinigend beschrieben. Mit den Eigenschaften bitter, scharf, erhitzend, leicht und trocken können alle drei Doshas (drei energetische Grundprinzipien) positiv beeinflusst werden, was zu Ausgewogenheit von Bewegung, Energie und Struktur führt. Eingesetzt wird Curcuma als blutreinigendes, entgiftendes, antiseptisches und entzündungshemmendes Heilmittel.

Anwendung in der westlichen Medizin

Die Verwendung von Kurkuma wird bei Verdauungsbeschwerden, insbesondere bei funktionellen Störungen der Galle, empfohlen. Der Pflanzenstoff kann bei Druck und Schmerz im Oberbauch sowie bei Völlegefühl oder Blähungen helfen. Das enthaltene Curcumin regt die Produktion von Gallensäure an, was für eine bessere Fettverdauung sorgt. Druck- und Völlegefühl nach fettreichen, schweren Mahlzeiten werden geringer. Die ätherischen Öle des Gewürzes wirken zudem beruhigend, krampflösend auf die Muskulatur von Magen und Darm.
Zahlreiche Studien belegen die Wirksamkeit bei Schmerzen und Entzündungen im Zusammenhang mit rheumatischer Arthritis. Kurkuma hat zudem antioxidative Eigenschaften. Erprobte Anwendungen zeigen, dass Kurukuam Körperzellen schützt, indem es freie Radikale neutralisiert und so zum Beispiel bei chronischen Erkrankungen wie der koronaren Herzerkrankung helfen kann.

Für ein vitales Lebensgefühl

Kurkuma ist sowohl frisch, getrocknet, pulverisiert sowie als Kapseln im Handel. Als Gewürzpulver kann Gelbwurz ideal für die Küche verwendet werden. Als Getränk ist Kurkuma unter dem Namen «goldene Milch» bekannt und wird warm oder kalt genossen.

Rezept Goldene Milch

Zutaten

  • 1 Teelöffel Kurkumapulver zum Beispiel von Sonnentor mit Vanille– oder Ingwergeschmack
  • 250ml Pflanzenmilch
  • 1 Teelöffel Honig
  • Nach Belieben 1 Zimtstange

Wer die Wirkung des im Kurkuma enthaltenen Curcumin steigern möchte, gibt der goldenen Milch zudem etwas schwarzen Pfeffer bei. Denn das in schwarzem Pfeffer enthalten Piperin, soll die Aufnahme des Curcumin und anderen Nährstoffen im Körper erhöhen.

Zubereitung

1 Teelöffel Kurkumapulver in einen Kochtopf geben und 250ml Pflanzenmilch dazu giessen. Kurkuma mit der Pflanzenmilch verrühren und auf tiefer Stufe erhitzen. Nach Belieben 1 Zimtstange beifügen und weiter auf tiefer Stufe köcheln lassen. 1 Teelöffel Honig dazugeben, verrühren und geniessen. 

Antje Nobis

Antje Nobis