Rosenwurz

Rosenwurz

Rosenwurz ist in der Schweiz zur Linderung körperlicher und geistiger Symptome bei Stress und Überarbeitung, wie zum Beispiel Müdigkeit, Erschöpfung, Reizbarkeit und Anspannung zugelassen. Die «goldene Wurzel», wie die Pflanze auch genannt wird, entwickelt ganz besondere Kräfte.

Die Rosenwurz gehört wie zum Beispiel die Ginsengwurzel und die Taigawurzel (Eleutherococcus) zu den adaptogenen Pflanzen. Unter Adaptogenen versteht man pflanzliche Wirkstoffe, die dem Körper und der Seele helfen, stressbedingte körperliche Reaktionen leichter zu verkraften. Der Organismus vermag sich besser zu adaptieren, sich anzupassen. Die medizinische Anwendung der Rosenwurz wurde bereits im ersten Jahr- hundert nach Christus vom griechischen Arzt Dioscurides beschrieben. Ihren Namen erhielt die Pflanze wegen des rosenartigen Geruchs, der der frisch aufgeschnittenen Wurzel entströmt. Während Jahrhunderten wurde sie vor allem in Russland und in skandinavischen Ländern verwendet. Bei uns wurde sie erst injüngster Zeit als Arzneipflanze bekannt.

Herkunft

Der botanische Name der Rosenwurz lautet Rhodiola Rosea. Sie gehört zu den Dickblattgewächsen, ähnelt in ihrem Aussehen der Hauswurz, die man in unseren Gärten findet. Rhodiola Rosea ist in der Hochebene Tibets, in den Tälern des Himalaja sowie in Sibirien, Finnland und Schweden zu Hause und wurde entlang der Handelsrouten bis in die Mongolei und nach China verbreitet. Sie wächst vor allem auf trockenem, sandigem Boden, wird bis zu 70 Zentimeter hoch und bildet wohlriechende, gelbe Blüten. Für die medizinische Anwendung wird der dicke Wurzelstock genutzt.

Inhaltsstoffe

Die volkstümliche Anwendung der Rosenwurz erstreckt sich über zahlreiche Indikationen. Man setzte sie während Jahrhunderten sowohl bei Erkältungskrankheiten ein als auch gegen Müdigkeit, Abgeschlagenheit, Konzentrationsschwäche und als allgemeines Stärkungsmittel. Da sie ausgleichend wirkt, hilft sie dem Organismus, besser mit Stress umzugehen. Sie putscht weder auf, noch macht sie müde. Diese adaptogene Eigenschaft wirkt sich positiv auf die geistige und körperliche Leistungsfähigkeit aus. Man kann sich besser konzentrieren, Denk- und Lernvermögen werden gestärkt.
Die Inhaltsstoffe – Phenylpropanoide, Phenylethanoide, Flavonoide, Mono- und Triterpene und phenolische Säuren – sind bekannt. Nicht vollständig geklärt ist jedoch der Wirkmechanismus der Rosenwurz. Es wird vermutet, dass der Extrakt auf den Stoffwechsel wichtiger Botenstoffe im Gehirn einwirkt, die für die Verarbeitung und Speicherung von Informationen verantwortlich sind. Dies erklärt die verbesserte Anpassungsfähigkeit an aussergewöhnliche Belastungen und damit eine erhöhte natürliche Wider-standsfähigkeit.

Stärkung bei hoher Belastung und Stress

Rosenwurz kann bei Müdigkeit, Erschöpfung, Stress und anderen Beschwerden, die mit erhöhter Belastung einhergehen, eingesetzt werden. Rosenwurzextrakt ist in Form von Kapseln erhältlich, die vorteilhaft als Kur von zwei Wochen bis zu drei Monaten eingenommen werden. In manchen Fällen empfiehlt sich die Kombination von Rosenwurz mit Mineralien, wie Magnesium, und Vitaminen, insbesondere B-Vitaminen, um die Wirkung zu verstärken.

Antje Nobis

Antje Nobis

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