Wunde? Wunde!

Wunde? Wunde!

Wunden begleiten uns von der Geburt bis ins hohe Alter. Und trotzdem wissen wir wenig über die Geschichte der Wundbehandlung. Sollen Wunden getrocknet oder feucht gehalten werden?

Wundheilung von der Antike bis in die Gegenwart

In der Antike beobachtete man, dass Pflanzen und Bäume Säfte oder Harze absonderten, wenn sie verletzt wurden. Diese Substanzen bedecken die defekten Pflanzenstellen und förderten die pflanzeneigene Wundheilung. Viele dieser Substanzen wurden für die menschliche Wundbehandlung eingesetzt und sind z.T. heute noch Bestandteil der traditionellen Heilkunst.

Im Mittelalter ging viel Wissen über die Wundbehandlung aufgrund religiöser Motive verloren. Die christliche und arabische Religion war geprägt von der Scheu vor dem Körperlichen. Die Berührung eines erkrankten Körpers wurde vermieden, weil Krankheit als Folge eines sündhaften Lebens interpretiert wurde. Die Aufklärung führte zu einer Wiederbelebung der Wundbehandlung. Insbesondere die Beschreibung des Blutkreislaufes (1628) war Startschuss für ein vertieftes Verständnis der physiologischen Wundheilung.

Bis weit ins 20. Jahrhundert war die Wunddesinfektion der zentrale Aspekt der Wundbehandlung. Es war üblich, Wunden aus Angst vor Infektionen stets zu trocknen, was nicht selten mit starken Schmerzen für den Patienten einher ging. 1962 war der Startschuss der feuchten Wundbehandlung. Der Biologe Dr. Georg Winter konnte zeigen, dass Wunden rascher abheilen, wenn sie ausgewogen feucht gehalten werden, weil dann die Immunabwehr und der Wiederaufbau der Hautschichten optimal ablaufen können.

Seither entwickeln viele Firmen z.T. hochtechnische Wundauflagen, die zum Ziel haben, Wunden feucht zu halten. Um die Wunden vor Infekten zu schützen, werden die Wundauflagen mit antiseptisch wirksamen Produkten kombiniert.

Das Märchen der Desinfektion und Hightech Pflaster

Die Angst vor Infekten und der damit einhergehenden Desinfektion von Wunden hat sich derart stark in unseren Köpfen eingenistet, dass Wunden auch heute noch über viele Tage hinweg mit Desinfektionsmitteln behandelt werden. Neuere Erkenntnisse haben gezeigt, dass viele der verwendeten Desinfektionsmittel bei längerer Anwendung einen negativen Effekt auf die Wundheilung haben. Zudem weiss man heute, dass eine gute Wundreinigung mit sauberem Wasser oder z.B. Ringerlösung ausreicht, um eine Wunde vor einem Infekt zu schützen und dass Desinfektionsmittel nur in Fällen eingesetzt werden sollten, wenn eine nachgewiesene Infektion vorliegt. Die oft teuren Hightech Pflaster mögen in speziellen Wundsituationen sinnvoll sein, für die Behandlung von oberflächlichen Wunden wie Schürfwunden, Verbrennungen oder Pflege einer Hautnaht sind sie nur schon aus Kostengründen nicht geeignet.

WUNDE – die Intelligenz der Natur

2013 lancierte das Schweizer Unternehmen PHYTOCEUTICALS das 100% pflanzliche Wundheilprodukt WUNDE auf dem Schweizer Markt. WUNDE, eine speziell formulierte Kombination aus Johanniskraut Rotöl (auf der Basis von Olivenöl) und Neemöl, wird für die Behandlung von Schürf- oder Schnittwunden, Verbrennungen/Sonnenbrand, Wunden bei Altershaut und schlecht heilenden Wunden eingesetzt. WUNDE wird als Spray auf die mit Wasser oder Ringerlösung gereinigte Wunde aufgesprüht und mit einem einfachen Pflaster, einer Kompresse oder einer stärker saugenden Sekundärauflage abgedeckt und fixiert. WUNDE ermöglicht eine äusserst einfache und schmerzarme Wundbehandlung von Wundentstehung bis Wundverschluss. WUNDE hält Wunden durch die antimikrobielle Wirkung sauber ohne die Wundheilung zu behindern wie dies bei Desinfektionsmitteln der Fall sein kann, fördert die Wundheilung und unterstützt den Vernarbungsprozess positiv. Diese «all-in-one» Wirkung wird durch die natürlichen Extrakte ermöglicht, die für die vielseitige Wirkung von WUNDE verantwortlich sind. Wenn eine Wunde mit sauberem Wasser oder Ringerlösung gespült werden kann, übernimmt WUNDE somit die restliche Arbeit bis hin zum Wundverschluss. Auf eine Wunddesinfektion kann typischerweise verzichtet werden.

Neem und Johanniskraut

Neemöl wird durch Kaltpressung derFrüchte und/oder Samen des Neem Baumes (Azadirachta indica) gewonnen. Der Neem Baum ist ein immergrüner Baum, der durchschnittliche Wuchshöhen von 15 bis 20 Meter erreicht und bis zu 200 Jahre alt werden kann. Er ist in Indien, Pakistan und Myanmar (Burma) endemisch und ist auf trockenes, subtropisches Klima angewiesen. Der Baum wird als «heiliger Baum» beschrieben, weil sämtliche Teile des Baumes, verarbeitet zu verschiedenen Extrakten, in unterschiedlichen Gebieten (Humanmedizin, Veterinärmedizin, Landwirtschaft) Anwendung finden. Die Anwendung von Neemöl in der Wundbehandlung hat in Indien eine lange Tradition. Im Westen ist Neem noch wenig bekannt.

Die westliche Naturheilkunde empfiehlt für die Wundbehandlung traditionellerweise Johanniskraut-Rotöl als eine mögliche Therapie. Gewonnen wird das Rotöl durch Mazeration der Blüten in einem kaltgepressten Pflanzenöl (z.B. Olivenöl). In der jüngeren Geschichte hat Johanniskraut zur Behandlung von leichten bis mittelstarken depressiven Verstimmungen in vielen Therapiekonzepten einen festen Platz eingenommen.

Tipp aus der Apotheke

WUNDE, das 100% pflanzliche Wundtherapeutikum aus Neemöl und Johanniskrautöl gehört in jede Hausapotheke. Es ist geeignet für die Behandlung von Schürf- oder Schnittwunden, Verbrennungen, Sonnenbrand, Wunden bei Altershaus und schlecht heilenden Wunden.

Nadja Harlacher

Nadja Harlacher

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